Danke, dass Sie mich besuchen.
Vermutlich sind Sie ebenso wie ich an Geschichte und Politik interessiert. Ich freue mich jedenfalls sehr darüber, wenn ich Menschen begegne, die sich für diese Themenfelder begeistern. Der Austausch mit ihnen ist immer dann eine Bereicherung, wenn dieser in einem respektvollen und zivilisierten Rahmen stattfindet. Unterschiedliche Meinungen sind in einem solchen Umfeld kein Problem, können sie doch inspirieren und ggf. zu einem Perspektivwechsel mit Erkenntnisgewinn beitragen.
Ergänzen möchte ich, dass Sie in diesem Internetauftritt teils ausführliche Texte finden. Diese Form habe ich gewählt, um ganz bewusst einen Kontrapunkt zu den vor allem in den sozialen Medien gewählten Weg der undifferenzierten Verkürzung zu setzen.
Sollten Sie an einer Kontaktaufnahme interessiert sein, nutzen Sie doch bitte dazu den Menüpunkt Kontakt.
Und nun sind Sie herzlich eingeladen, sich mit den Inhalten dieses Internetauftritts vertraut zu machen.
Ihr Günter Pesler
Warum befasse ich mich mit Geschichte und Politik?
Die folgenden Sätze geben zutreffende Antworten.
"Woraus soll man denn sonst lernen, wenn nicht aus Geschichte?" (Aleida Assmann, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin)
"Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefahren." (Richard von Weizsäcker, Bundespräsident v. 1984-1994)
Und vertiefend zu der eingangs gestellten Frage:
Zum Text "Muss es denn Geschichte sein?" finden Sie über den folgenden Button ergänzende Ausführungen, um die Verschränkung von Vergangenheit und Gegenwart anhand eines Beispiels zu verdeutlichen, das viele Menschen verunsichert.
Grundsätzliches und Infos zu den Menüpunkten:
Meine Vorträge und Veranstaltungen werden von einer Leitlinie getragen: Bezüge zur Gegenwart herstellen. Denn nach meiner Auffassung darf sich Erwachsenenbildung nicht auf die isolierte Betrachtung historischer Ereignisse beschränken, sondern muss Zusammenhänge verdeutlichen. Diesen Überlegungen folgen auch meine bisher erschienenen Bücher. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, klicken Sie bitte hier oder auf den Menüpunkt Bücher.
Aktuelle u. vergangene Veranstaltungen befinden sich im entsprechenden Menüpunkt.
Die Veranstaltungen im Rahmen der Reihe Geschichte verstehen – Zukunft gestalten sind wegen ihres Umfangs gesondert aufgeführt.
Sollten Sie Interesse an Vorträgen zu den unter dem Menüpunkt Veranstaltungen aufgeführten Inhalten haben sowie zum Thema Die Polizei und der Holocaust, nutzen Sie bitte den Menüpunkt Kontakt.
Der Menüpunkt Die Polizei und der Holocaust resultiert aus meiner Teilnahme an dem gleichnamigen europäischen Bildungsprojekt, welches eindringlich veranschaulichte, dass uns die Vergangenheit nahe ist, denn die Decke der Zivilisation ist dünn.
Der Menüpunkt Texte zur Demokratie beinhaltet eine Fortsetzungsreihe zum Thema.
Beide Menüpunkte werden mit jedem Erkenntnisfortschritt überarbeitet.
Es freut mich ganz besonders, dass ich seit einigen Jahren in zunehmendem Maße auch Vorträge bei meinen Kolleginnen und Kollegen der Polizei halten darf. Dabei ist es mir stets wichtig, auf die langfristigen Entwicklungen und die daraus resultierenden Einstellungen hinzuweisen, die uns bis heute prägen, um auf diesem Wege dazu beizutragen, die demokratische Resilienz in diesem bedeutenden Teil der Exekutive zu stärken.
Literatur und Veranstaltungen
Nachfolgend stelle ich Ihnen im unregelmäßigen Wechsel Bücher, Vorträge und Ausstellungen aus dem historisch-politisch-gesellschaftlichen Spektrum vor.
Wenn Sie Literaturempfehlungen oder Veranstaltungstipps haben, würde ich mich freuen, von Ihnen zu hören. Nutzen Sie dazu bitte den Menüpunkt Kontakt.
Verschwindet die politische Mitte?
Referent: Siebo M. Janssen, Politiwissenschaftler und Historiker
Ort: Altes Rathaus Würselen, Kaiserstraße 36, Saal
Zeit: 16. Juni 2026, 19:00 Uhr
Die politische Landschaft in Deutschland hat sich verändert. Parteien, die einst die politische Mitte dominierten, haben an Bindungskraft verloren. Darüber hinaus ist die gesellschaftliche Polarisierung gewachsen, sodass insgesamt das demokratische System instabiler geworden ist. Wie wird die Zukunft aussehen? Verschwindet die politische Mitte tatsächlich oder formiert sie sich neu? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, beleuchtet der renommierte Referent historische Entwicklungen seit der Gründung der Bundesrepublik, analysiert aktuelle Trends und diskutiert mögliche Zukunftsszenarien für die Demokratie.
Anmeldungen bitte bei der VHS Nordkreis Aachen unter https://www.vhs-nordkreis-aachen.de/kurssuche/kurs Vortrag+Verschwindet+die+politische+MitteEUR/261-10406 telefonisch unter 02404-90630
Höcke: Ein Rechtsextremist auf dem Weg zur Macht
Referent: Fredrik Schindler, Journalist (Die Welt)
Ort: VHS Aachen, Peterstraße, Raum 241, Forum
Zeit: 18. Juni 2026, 19:00 Uhr
Lesung und Gespräch
Björn Höcke ist eine zentrale Figur der Alternative für Deutschland (AfD). Er hat die Partei maßgeblich geprägt und in seinem Sinne verändert. Wer aber ist der Mann, der im ganzen Land Anhänger hat? Wie hat es Höcke geschafft, aus einer Anti-Euro-Partei eine vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Bestrebung zu formen? Was ist Höckes Ziel und wie will er es erreichen? Frederik Schindler, der als Journalist die AfD seit vielen Jahren beobachtet, blickt hinter die Kulissen der Partei, er beleuchtet Höckes Umfeld, seine Zeit vor dem Gang in die Politik und sein Wirken innerhalb der AfD. Aus vielen Gesprächen mit Höckes Weggefährten, seinen Vertrauten, Kritikern und ihm selbst zeichnet Schindler den Umbau der AfD nach, analysiert Höckes Strategien und gibt Einblicke in dessen Netzwerk. So entsteht ein umfassendes Bild über einen der umstrittensten deutschen Politiker.
Frederik Schindler stellt sein Buch im Gespräch mit Richard Gebhardt (Projektleitung NRWeltoffen) vor und diskutiert anschließend mit dem Publikum.
Anmeldungen bitte bei der VHS Aachen telefonisch unter 0241-4792-111 oder per E-Mail: [email protected]
Fritz Stern: Kulturpessimismus als politische Gefahr
Das Buch mit dem Untertitel Eine Analyse nationaler Ideologie in Deutschland ist bereits mehrfach aufgelegt worden, zuletzt in diesem Jahr. Dies ist ein Beleg dafür, dass seine Inhalte nach wie vor von Bedeutung sind. Und tatsächlich sollten die Leserinnen und Leser bei der Lektüre die Brille der Gegenwart aufsetzen. Fritz Stern befasst sich zwar mit den ideologischen Wegbereitern des Nationalsozialismus, zeigt uns aber mit der Analyse ihres Gedankenguts, wie sehr es noch immer Einfluss auf das Jetzt hat.
Eine vertiefende Besprechung finden Sie nach Betätigung des folgenden Buttons:
Arno Frank: Ginsterburg
Arno Frank lässt die Leserinnen und Leser am Leben von Menschen in der fiktiven Stadt Ginsterburg teilhaben, eine Stadt, auf deren Bewohnerinnen und Bewohner das Gift der nationalsozialistischen Herrschaft wirkt. In Abständen von fünf Jahren – 1935, 1940 und 1945 – lässt es die Protagonisten auf unterschiedliche Weise zu einem Bestandteil des Getriebes werden, welches den moralischen Verfall von Gemeinschaften begünstigte. Da gibt es den Journalisten, der in der Weimarer Republik noch große Pläne hatte und nach Berlin strebte, sich nun aber mit dem Posten des Chefredakteurs eines Nazi-Blattes in der Provinz begnügt und sich fügt; da ist der schüchterne Junge, der ungeahnte fliegerische Fähigkeiten entwickelt und zum Kampfpiloten wird, aber dennoch stets zweifelt; oder der örtliche Blumenhändler, der zum Vorzeige-Nazi avanciert. Diese und andere Figuren werden von Frank detailreich gezeichnet, sodass die Mitläufer, die Angepassten, die Gleichgültigen und die Mittäter erkennbar werden, die in ihrer Gesamtheit das verbrecherische System stützen. Der fast beiläufig erzählte Selbstmord eines Juden und die weiteren allmählich in den moralischen Abgrund führenden alltäglichen Entwicklungen erinnern an Hannah Arendts Formulierung von der „Banalität des Bösen“, doch bei aller Unaufgeregtheit erzeugt der Roman eine sehr eindringliche Wirkung, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen hat. Selbst für den geschichtlich wenig Interessierten dürfte die Lektüre dazu führen, sich näher mit diesem düstersten Kapitel der deutschen Geschichte zu befassen.
Arno Frank, Ginsterburg, Klett-Cotta, 2025,
432 Seiten, 26 €.