Die Polizei und der Holocaust

am 16. Juni und 3. November 2026  

im Polizeipräsidium Köln

Nach den ersten Veranstaltungen am 14. Oktober 2025 und am 20. Januar 2026 werden die Inhalte des europäischen Bildungsprojekts "Die Polizei und der Holocaust" an zwei weiteren Terminen vorgestellt.


Das bewährte Konzept – eine rund vierstündige Veranstaltung mit interaktiven Elementen und Gegenwartsbezug – wird grundsätzlich beibehalten, aber durch weitere gewonnene Erkenntnisse ergänzt und entsprechend angepasst.


Geschlossene Veranstaltung für Beschäftigte der         Polizei Köln

Vortragsveranstaltung bei der Polizei Köln

Ich freue mich sehr darüber, dass erneut eine Dienststelle des Polizeipräsidiums Köln wegen eines Vortrags zur demokratischen Resilienz ihr Interesse bekundet hat. 
Gerne komme ich der Anfrage nach und freue mich auf den nächsten Termin am 

30. Juni


Thema wird die Konservative Revolution sein. Die Inhalte des zunächst widersprüchlich klingenden Begriffspaares haben bereits der ersten deutschen Demokratie, der Weimarer Republik, enorm geschadet. Allerdings waren sie nicht nur damals gefährlich, beweisen sie doch bis in unsere Gegenwart immer wieder aufs Neue ihre die Demokratie zersetzende Wirkung. Deshalb teilt sich auch dieser Vortrag in einen vergangenheits- und in einen gegenwartsbezogenen Teil.   

         Geschlossene Veranstaltung für Beschäftigte der         Polizei Köln

Historische Führung zum Bergbau

Auf Initiative u. Einladung der FDP Baesweiler findet am 4. Juli 2026, 15 Uhr, im CarlAlexanderPark eine historische Führung zu den Themen Bergbau und Stadtentwicklung statt, deren Leitung ich freundlicherweise übernehmen darf.

Zu den Inhalten der Führung:

Heute erinnert so gut wie nichts mehr daran, dass auf dem Gelände des CAP bis 1975 Steinkohle gefördert wurde, lediglich die Bergehalde ist ein Hinweis auf die Bergbauzeit. Um sich dennoch ein Bild von dieser für Baesweiler bedeutsamen Vergangenheit machen zu können, werden während der Führung zahlreiche Fotos vom ehemaligen Bergwerksgelände sowie von den infrastrukturellen Bedingungen im damaligen Dorf Baesweiler gezeigt, ist doch dessen Entwicklung maßgeblich vom Bergbau geprägt worden.

Im Rahmen des historischen Spaziergangs werden zudem die Ursprünge des Bergbaus erläutert, auch wird ein Blick auf die Lebensbedingungen der Bergmannsfamilien geworfen, darüber hinaus werden das während des Zweiten Weltkriegs auf dem Zechengelände bestehende Lager für Kriegsgefangene und die Gründe für den Niedergang des Bergbaus ab Ende der 1950er Jahre thematisiert. 

 

Hinweis: Die Führung wird nicht den kompletten Haldenrundweg beinhalten, auch wird die Bergehalde nicht bestiegen. 


Hier die Erreichbarkeit der Ankündigungen der Veranstaltung auf den Internetseiten des FDP-Kreisverbandes und des Ortsverbandes Baesweiler:

https://aachen-land.freie-demokraten.de/termin/haldenfuehrung-baesweiler

https://www.fdp-baesweiler.de/

Die Idee der Volksgemeinschaft

Ort: Grünes Zentrum Nordeifel, Hauptstraße 35, 52159 Roetgen
Zeit: 8. Oktober 2026, 19:30 Uhr


Was hat das Foto aus meiner Heimatstadt Baesweiler mit dem Vortragsthema zu tun?

Die Idee der Volksgemeinschaft basiert auf der Vorstellung von Einheit, Verbundenheit sowie einer konfliktfreien und harmonischen Gesellschaft. Es ist ein Begriff, der in der jüngeren Vergangenheit in zunehmendem Maße im rechten politischen Spektrum mit positiver Konnotation verwendet wird. Doch stimmt diese Art seiner Verwendung überhaupt mit seiner historischen Bedeutung überein? Zweifellos war die Bindungswirkung der Idee der Volksgemeinschaft enorm, und auch heute ist sie für Millionen von Deutschen eine attraktive Vorstellung.
Wie so häufig, zeigt sich auch bei diesem Thema, dass die Gegenwart nur zu verstehen ist, wenn die historischen Hintergründe bekannt sind.

Der Vortrag wird die eingangs gestellte Frage beantworten!

Vergangene Veranstaltungen in 2026:

Vortragsveranstaltung am 9. Juni bei der Polizei Euskirchen zum Thema 

Nationalismus

Der Nationalismus gehört zu den hartnäckigen Ideologien, die sehr viel Leid über die Menschheit gebracht haben. Dennoch wirkt er nach wie vor, auch im 21. Jahrhundert.


Herzlichen Dank an die Verantwortlichen der Polizei Euskirchen für die Einladung.

          Geschlossene Veranstaltung für Beschäftigte der         Polizei Euskirchen

Die Idee der Volksgemeinschaft

Ort: Genezareth-Kirche, Vaalser Straße 349, Aachen
Zeit: Mittwoch, 3. Juni 2026, 19 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Ich freue mich sehr über die Einladung von den OMAS GEGEN RECHTS AACHEN, vor allem weil sie zu den unermüdlichen Streiterinnen für unsere Demokratie gehören. Sie setzen sich als parteiunabhängige und zivilgesellschaftliche Initiative mutig und engagiert für den Erhalt der im Grundgesetz garantierten demokratischen Rechte ein, weil Ihnen abgesehen von ihrer grundsätzlichen Wertigkeit bewusst ist, dass ihr Verlust im Zuge eines autoritären Wandels eines bedeutet: Sie werden nicht einfach durch Wahlen zurückzuholen sein, sondern nur noch durch Qualen. Wer mehr über die OMAS GEGEN RECHTS AACHEN erfahren möchte, wird hier fündig. 




Der Vortrag der auf den ersten Blick so sympathisch wirkenden Idee der Volksgemeinschaft wird veranschaulichen, wie sie historisch entstanden ist und welche Folgen sie für die Menschen hatte, wenn sie in konkrete Taten umgesetzt wurde. Für alle Menschen eines Staates? Nein, wenn politische Entscheidungen auf der Grundlage einer imaginierten Volksgemeinschaft getroffen werden, bedeutet dies für die einen Normalität, auch Vorteile und Profit, für andere jedoch Ausgrenzung, Diskriminierung, Entrechtlichung, Gewalt...

Macht und Machtlosigkeit oder die Rückkehr der Unsicherheit

Ort: VHS Bildungsinstitut Eupen, Bergstraße 124, B-4700 Eupen
Zeit: 26. Mai 2026, 18:30 - 21:30 Uhr

Die Anmeldung kann sowohl auf der Homepage des VHS Bildungsinstituts Eupen unter Nutzung der Verlinkung https://vhs-dg.be/angebote/vortrag-macht-und-machtlosigkeit vorgenommen werden.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, den in diesem Internetauftritt hinterlegten Kontakt zu nutzen.

Die Polizei und der Holocaust 

Der Holocaust wird mit dem millionenfachen Mord in den Gaskammern verbunden. Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass mindestens zwei Millionen Menschen durch Schusswaffen getötet wurden, und an diesem „Holocaust durch Kugeln" hatte die Polizei einen erheblichen Anteil. Von der Planung bis zur unmittelbaren Beteiligung an den Massenexekutionen sowie der Organisation und Durchführung der Tötungen in den Vernichtungslagern war sie ein wesentlicher Teil der sog. „Endlösung der Judenfrage“.


In zwei Teilen wird die Rolle der Polizei in einem von einer mörderischen Rassenideologie angetriebenen Vernichtungsprozess ebenso beleuchtet wie die juristische Aufarbeitung in der Nachkriegszeit und die Bedeutung der Erkenntnisse für Gegenwart und Zukunft.

Teil 1: "Vernichtungsvorgänge abgewickelt"

Ort: Altes Rathaus, Kaiserstraße 36, 52146 Würselen
Zeit: Dienstag, 10. März 2026, 19:00 Uhr


Veranstalter: VHS Nordkreis Aachen


Józefów, eine kleine Stadt im Südosten von Polen, gehörte im Zweiten Weltkrieg zu den Orten, wo der „Holocaust durch Kugeln“ verübt worden ist. Am 13. Juli 1942 töteten in einem in der Nähe gelegenen Waldstück Angehörige der deutschen Polizei 1.500 Jüdinnen und Juden. Es war eines jener Massaker, die bis heute in der Öffentlichkeit ebenso weitgehend unbekannt sind wie in den Reihen der Polizei selbst. Daran beteiligt waren Männer, die vor dem Krieg nicht getötet haben und danach auch nicht mehr. Warum also ließen sie sich für rassenideologisch motivierte Morde instrumentalisieren? Und welche weiteren Funktionen übernahm die Polizei bei der Umsetzung der verbrecherischen nationalsozialistischen Politik? Die Antworten auf diese Fragen verdeutlichen, wie nah Normalität und menschenverachtende Grausamkeit beieinander lagen.  

Teil 2: "Es kann sich keiner mehr erinnern"

Ort: Altes Rathaus, Kaiserstraße 36, 52146 Würselen
Zeit: Dienstag, 24. März 2026, 19:00 Uhr


Veranstalter: VHS Nordkreis Aachen


Obwohl die Deportationen aus Deutschland bewusst in aller Öffentlichkeit stattfanden (Foto: Würzburg, 25. April 1942) und die Polizei auch hierbei Aufgaben übernahm, gibt es bis heute nur geringe Kenntnisse über deren Rolle im Holocaust. Dies ist aber auch auf die mangelhafte juristische Verfolgung der von ihren Angehörigen begangenen zahlreichen Verbrechen zurückzuführen, sodass im zweiten Teil die Frage in den Mittelpunkt gestellt wird, warum es im Verhältnis dazu nur zu sehr wenigen Verurteilungen kam. Hierzu wird der Blick sowohl auf die bundesdeutsche als auch auf die DDR-Justiz geworfen. Da der Referent zudem grundsätzlich die Auffassung vertritt, dass historische Geschehnisse nicht isoliert betrachtet werden dürfen, wird er zudem thematisieren, warum die aus ihnen gewonnenen Erkenntnisse auch für die Aus- und Fortbildung der heutigen Polizei von Relevanz sind.  

Danke an alle Teilnehmenden!!!

Schon die wegen der Vielzahl an Anmeldungen notwendige Verlegung vom Konzerthaus Harff ins Gemeindezentrum Lukas der evangelischen Kirchengemeinde in Herzogenrath-Kohlscheid ließ ein großes Publikumsinteresse erwarten, dass es dann jedoch mehr als 140 Gäste wurden, übertraf alle Erwartungen.

Der erkenntnisreiche Abend mit vielen Diskussionsbeiträgen und Fragen aus dem engagierten und interessierten Publikum hat auch deutlich gemacht, dass es zahlreiche Menschen gibt, die sich in unterschiedlichen zivilrechtlichen Organisationen und auf ihre ganz eigene Weise für unsere Demokratie einsetzen. Aus dieser Perspektive war es eine motivierende Veranstaltung, auch vor dem Hintergrund, dass es bundesweit nach wie vor einen großen Einsatz für unsere Demokratie gibt, auch wenn sie in den vergangenen Jahren von rechts zunehmend unter Druck geraten ist.

Danke für Ihr Engagement!!!

Ihr Günter Pesler



ACHTUNG! ACHTUNG! ACHTUNG!

Aufgrund der Vielzahl an Anmeldungen muss der Veranstaltungsort verlegt werden. Die Veranstaltung findet nun nicht mehr im Konzerthaus Harff statt, sondern:


Ort: Evangelisches Gemeindezentrum Lukas, Lutherstraße 10, 52134 Herzogenrath-Kohlscheid
Zeit: Freitag, 30. Januar 2026, 18:00 Uhr

Parkmöglichkeiten finden Sie fußläufig am Friedhof in der Kämpchenstraße 36 und an der Schule in der Pestalozzistraße.

Veranstalter: Bündnis gegen Rechtsextremismus Herzogenrath, DGB Geschichtswerkstatt, Volkshochschule Nordkreis Aachen.

Als einer von zwei Vortragenden eines Impulsreferats und als Teilnehmer der sich daran anschließenden Podiumsdiskussion freue ich mich darauf, Beiträge zu dem brandaktuellen Thema leisten zu dürfen. Eines sei bereits vorweggenommen: Geschichte lässt sich zwar nicht 1:1 in die Gegenwart übertragen, Parallelen gibt es allerdings schon und derer muss man sich bewusst sein, um aus der Geschichte lernen zu können. War beispielsweise die damalige wirtschaftliche Krise ein Hauptmotiv für die politische Radikalisierung? Die Antwort darauf hat mehr mit unserer Gegenwart zu tun, als man vermuten mag.

Nach der ersten Veranstaltung am 14. Oktober 2025 werden nun erneut die Inhalte des europäischen Bildungsprojekts "Die Polizei und der Holocaust" von meiner Kollegin PHKin Nehle Horn und mir am

20. Januar 2026

im Forum des Polizeipräsidiums in einer rund vierstündigen Veranstaltung mit interaktiven Elementen mit Gegenwartsbezug vermittelt. Dabei werden folgende Fragen bearbeitet:


1. Wie hast du dich bisher mit der Rolle der Polizei im Nationalsozialismus/Holocaust auseinandergesetzt?
2. Warum war die Polizei in der Weimarer Republik keine zuverlässige Stütze der Demokratie?
3. Welche Gründe könnte es dafür gegeben haben, dass sich die Polizei ab 1933 von der nationalsozialistisch geführten Regierung instrumentalisieren ließ und damit zu einem Werkzeug einer verbrecherischen Politik wurde?
4. Warum töteten Polizisten und was hat das mit der Gegenwart zu tun?
5. Welche Gründe gab es dafür, dass in der BRD das weit verbreitete Bild von der "sauberen Polizei" entstehen und sich für lange Zeit verfestigen konnte?
6. Was ist nötig für das NIE WIEDER
- sowohl im Großen (Organisation Polizei/Behörden)
- als auch im Kleinen (persönlich/Dienststelle)?

Geschlossene Veranstaltung für Beschäftigte der         Polizei Köln