Ich wünsche Ihnen eine erholsame Urlaubszeit.

Ab Mitte August werden Sie unter den Literatur- und Veranstaltungsempfehlungen (s. u.) wieder Neuigkeiten entdecken können. Auch die Inhalte der Menüpunkte "Die Polizei und der Holocaust" und die "Texte zur Demokratie" werden in Teilen sukzessive aktualisiert werden. 

Doch ein Thema soll wegen seiner bundesweiten Bedeutung bereits jetzt berücksichtigt werden:

AfD stellt in Sachsen-Anhalt die Alleinregierung – ein Szenario für die Zeit nach dem      6. September 2026 

Haben Sie auch schon die folgenden Aussagen so oder in ähnlicher Form gehört? "Sachsen-Anhalt ist doch klein und hat nur zwei Millionen Einwohner." Oder: "Was kann die AfD dort schon kaputt machen?"

Ein vertiefender Text zum Thema – der bis zur Landtagswahl regelmäßig aktualisiert wird – öffnet sich nach Betätigung des folgenden Buttons:

Danke, dass Sie mich besuchen.

Vermutlich sind Sie ebenso wie ich an Geschichte und Politik interessiert. Ich freue mich jedenfalls sehr darüber, wenn ich Menschen begegne, die sich für diese Themenfelder begeistern. Der Austausch mit ihnen ist immer dann eine Bereicherung, wenn dieser in einem respektvollen und zivilisierten Rahmen stattfindet. Unterschiedliche Meinungen sind in einem solchen Umfeld kein Problem, können sie doch inspirieren und ggf. zu einem Perspektivwechsel mit Erkenntnisgewinn beitragen.

Ergänzen möchte ich, dass Sie in diesem Internetauftritt teils ausführliche Texte finden. Diese Form habe ich gewählt, um ganz bewusst einen Kontrapunkt zu den vor allem in den sozialen Medien gewählten Weg der undifferenzierten Verkürzung zu setzen.

Sollten Sie an einer Kontaktaufnahme interessiert sein, nutzen Sie doch bitte dazu den Menüpunkt Kontakt

Und nun sind Sie herzlich eingeladen, sich mit den Inhalten dieses Internetauftritts vertraut zu machen.

Ihr Günter Pesler


Das Foto zeigt die Friedenskirche und das im Jahre 1961 seiner Bestimmung übergebene Gemeindehaus.

In eigener Sache: 

Es hat mich außerordentlich gefreut, dass ich von Pfarrer Jochen Gürtler und vom Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Baesweiler die Anfrage erhalten habe, die Chronik anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Friedenskirche im Jahre 2027 zu erstellen. Bis zum September 2026 werde ich Herrn Gürtler und seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Presbyterium einen ersten Entwurf vorlegen, aus dem im weiteren Verlauf ein Buch entstehen wird. Dieser Plan zeigt bereits, dass die Chronik wesentlich umfangreicher sein wird als die zum 80-jährigen Jubiläum 2007. Dies ist auch sinnvoll, ist doch die Entwicklung der evangelischen Kirchengemeinde Baesweiler nicht ohne den Zuzug von vielen Menschen im Zuge des Ausbaus der Zeche Carl Alexander denkbar gewesen. Die Geschichte der Kirchengemeinde, Migration u. Ortsentwicklung gingen sozusagen Hand in Hand, sodass dieser Zusammenhang auch in einer Chronik berücksichtigt werden sollte.

Das Foto zeigt die Friedenskirche und das im Jahre 1961 seiner Bestimmung übergebene Gemeindehaus. 

Warum befasse ich mich mit Geschichte und Politik? 

Die folgenden Sätze geben zutreffende Antworten.

"Woraus soll man denn sonst lernen, wenn nicht aus Geschichte?" (Aleida Assmann, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin)

"Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefahren." (Richard von Weizsäcker, Bundespräsident v. 1984-1994)

"Das, was war, interessiert uns nicht darum, weil es war, sondern weil es in gewissem Sinne noch ist und wirkt." (Joh. Gustav Droysen, Historiker, 1808-1884)

Und vertiefend zu der eingangs gestellten Frage:

Grundsätzliches und Infos zu den Menüpunkten:

Meine Vorträge und Veranstaltungen werden von einer Leitlinie getragen: Bezüge zur Gegenwart herstellen. Denn nach meiner Auffassung darf sich Erwachsenenbildung nicht auf die isolierte Betrachtung historischer Ereignisse beschränken, sondern muss Zusammenhänge verdeutlichen. Diesen Überlegungen folgen auch meine bisher erschienenen Bücher. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, klicken Sie bitte hier oder auf den Menüpunkt Bücher. 

Aktuelle u. vergangene Veranstaltungen befinden sich im entsprechenden Menüpunkt.

Die Veranstaltungen im Rahmen der Reihe Geschichte verstehen – Zukunft gestalten sind wegen ihres Umfangs gesondert aufgeführt.

Sollten Sie Interesse an Vorträgen zu den unter dem Menüpunkt Veranstaltungen aufgeführten Inhalten haben sowie zum Thema Die Polizei und der Holocaust, nutzen Sie bitte den Menüpunkt Kontakt


Der Menüpunkt Die Polizei und der Holocaust resultiert aus meiner Teilnahme an dem gleichnamigen europäischen Bildungsprojekt, welches eindringlich veranschaulichte, dass uns die Vergangenheit nahe ist, denn die Decke der Zivilisation ist dünn.

Der Menüpunkt Texte zur Demokratie beinhaltet eine Fortsetzungsreihe zum Thema. 

Beide Menüpunkte werden mit jedem Erkenntnisfortschritt überarbeitet.

Es freut mich ganz besonders, dass ich seit einigen Jahren in zunehmendem Maße auch Vorträge bei meinen Kolleginnen und Kollegen der Polizei halten darf. Dabei ist es mir stets wichtig, auf die langfristigen Entwicklungen und die daraus resultierenden Einstellungen hinzuweisen, die uns bis heute prägen, um auf diesem Wege dazu beizutragen, die demokratische Resilienz in diesem bedeutenden Teil der Exekutive zu stärken.

Literatur und Veranstaltungen 

Nachfolgend stelle ich Ihnen im unregelmäßigen Wechsel Bücher, Vorträge und Ausstellungen aus dem historisch-politisch-gesellschaftlichen Spektrum vor.

Wenn Sie Literaturempfehlungen oder Veranstaltungstipps haben, würde ich mich freuen, von Ihnen zu hören. Nutzen Sie dazu bitte den Menüpunkt Kontakt.

Fritz Stern: Kulturpessimismus als politische Gefahr

Das Buch mit dem Untertitel Eine Analyse nationaler Ideologie in Deutschland ist bereits mehrfach aufgelegt worden, zuletzt in diesem Jahr. Dies ist ein Beleg dafür, dass seine Inhalte nach wie vor von Bedeutung sind. Und tatsächlich sollten die Leserinnen und Leser bei der Lektüre die Brille der Gegenwart aufsetzen. Fritz Stern befasst sich zwar mit den ideologischen Wegbereitern des Nationalsozialismus, zeigt uns aber mit der Analyse ihres Gedankenguts, wie sehr es noch immer Einfluss auf das Jetzt hat.

Eine vertiefende Besprechung finden Sie nach Betätigung des folgenden Buttons:

Arno Frank: Ginsterburg

Arno Frank lässt die Leserinnen und Leser am Leben von Menschen in der fiktiven Stadt Ginsterburg teilhaben, eine Stadt, auf deren Bewohnerinnen und Bewohner das Gift der nationalsozialistischen Herrschaft wirkt. In Abständen von fünf Jahren – 1935, 1940 und 1945 – lässt es die Protagonisten auf unterschiedliche Weise zu einem Bestandteil des Getriebes werden, welches den moralischen Verfall von Gemeinschaften begünstigte. Da gibt es den Journalisten, der in der Weimarer Republik noch große Pläne hatte und nach Berlin strebte, sich nun aber mit dem Posten des Chefredakteurs eines Nazi-Blattes in der Provinz begnügt und sich fügt; da ist der schüchterne Junge, der ungeahnte fliegerische Fähigkeiten entwickelt und zum Kampfpiloten wird, aber dennoch stets zweifelt; oder der örtliche Blumenhändler, der zum Vorzeige-Nazi avanciert. Diese und andere Figuren werden von Frank detailreich gezeichnet, sodass die Mitläufer, die Angepassten, die Gleichgültigen und die Mittäter erkennbar werden, die in ihrer Gesamtheit das verbrecherische System stützen. Der fast beiläufig erzählte Selbstmord eines Juden und die weiteren allmählich in den moralischen Abgrund führenden alltäglichen Entwicklungen erinnern an Hannah Arendts Formulierung von der „Banalität des Bösen“, doch bei aller Unaufgeregtheit erzeugt der Roman eine sehr eindringliche Wirkung, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen hat. Selbst für den geschichtlich wenig Interessierten dürfte die Lektüre dazu führen, sich näher mit diesem düstersten Kapitel der deutschen Geschichte zu befassen.

Arno Frank, Ginsterburg, Klett-Cotta, 2025,
432 Seiten, 26 €.